Zum Inhalt springen

29 Bremerhavener Schulen für Engagement im Klima- und Ressourcenschutz ausgezeichnet

Für ihr Engagement in den Bereichen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind 29 Bremerhavener Schulen mit einer Prämie gewürdigt worden. Das Projekt 3/4plus belohnt damit Maßnahmen, mit denen nachhaltiges Handeln im Schulalltag gefördert und Schülerinnen und Schüler aktiv einbezogen werden. Die Prämien wurden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung an der Amerikanischen Schule übergeben.

„Mit 3/4plus wird Klimaschutz vom Unterrichtsthema zur gemeinsamen Aufgabe. Schülerinnen und Schüler lernen nicht nur, wo Energie und Ressourcen verbraucht werden, sondern gestalten Veränderungen im Schulalltag auch aktiv mit“, so Martin Grocholl, Geschäftsführer der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens.

Energiemonitoring schafft neue Impulse

Auch das Energiemonitoring spielt eine zentrale Rolle. In allen teilnehmenden Schulen wurden die Verbräuche von Strom, Wärme und Wasser ausgewertet und verbindlich in den Gesamtkonferenzen besprochen. Die Ergebnisse halfen dabei, Verbräuche besser zu verstehen, Einsparpotenziale zu erkennen und Maßnahmen für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen zu entwickeln.

„Entscheidend ist, dass die gewonnenen Daten nicht in der Schublade verschwinden“, sagt Holger Schneeberg von Seestadt Immobilien. „Wer die eigenen Verbräuche kennt, kann gezielter überlegen, wo Verbesserungen angestoßen werden können.“

Kreative Ideen für mehr Nachhaltigkeit

Wie vielfältig das Engagement der Schulen ist, zeigen die zahlreichen Aktivitäten: An der Altwulsdorfer Schule wurde ein Ernährungsführerschein eingeführt, der einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln fördert. An der Beruflichen Schule für Dienstleistung, Gewerbe und Gestaltung (BSDGG) wurden wiederbefüllbare Shampooflaschen sowie Mehrwegbecher eingeführt. Darüber hinaus beschäftigten sich dort Schülerinnen und Schüler mit der Frage, wie der Wasserverbrauch reduziert werden kann.

Auch die Schulgelände standen im Fokus. An der Oberschule Geestemünde wurden versiegelte Flächen durch Hochbeete, Pflanzenkübel und Wasserstellen aufgewertet. Darüber hinaus wurden an allen teilnehmenden Schulen Gemüse- und Schulgärten gepflegt oder weiter ausgebaut. So entstanden zusätzliche Lernorte, an denen Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz unmittelbar erfahrbar sind.

„Die Bandbreite der Projekte zeigt, dass Klimaschutz an Schulen viele Formen annehmen kann“, sagt Annika Rademacher vom 3/4plus-Organisationsteam Bremerhaven. „Entscheidend ist, dass Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und erleben, dass ihr Engagement einen Unterschied macht.“

Insgesamt wurden mit den Aktivitäten von 3/4plus in diesem Jahr rund 4.000 Schülerinnen und Schüler erreicht und für Themen des Klima- und Ressourcenschutzes sensibilisiert.